Kammerjäger ist ein anerkannter und wichtiger Beruf

Kammerjäger werden auch als Schädlingsbekämpfer bezeichnet. Es handelt sich um einen Dienstleister, der die unterschiedlichsten Arten von Schädlingen aus Gebäuden oder dem Grundstück vertreibt. Hierbei wendet er je nach Art und Ausmaß des Befalls die unterschiedlichsten Methoden an.

Aufgaben eines Kammerjägers

Häufig wird ein Kammerjäger gerufen, wenn ein Gebäude von Zecken, Milben, Flöhen, Schaben, Ratten, Mäusen oder anderen Schädlingen befallen ist. Wenn es sich um einen geringen Mottenbefall handelt, werden vom Fachmann häufig biologische Produkte verwendet. Hierbei handelt es sich um Pheromonfallen, die mit speziellen Sexuallockstoffen die männlichen Motten anlockt. Die Falle verfügt über eine Klebefläche, so dass die Motten schnell eingefangen werden können. Ganz anders sieht es bei Schädlingen wie Ratten aus. Sie lassen sich nicht so einfach fangen.

Ratten auf der Spur

Zuerst einmal gilt es, die Art des Schädlings genau definieren. Aufgrund seiner Erfahrung ist der Kammerjäger in der Lage, einen Befall zuverlässig zu erkennen. Er achtet auf Anzeichen wie Kot, Nagespuren, Laufspuren oder tote Tiere. Selten trifft man selbst bei einem stärkeren Befall lebende Mäuse oder Ratten. Da die Schädlinge die unterschiedlichsten Krankheiten übertragen können, sollte bei einem Befall sofort gehandelt werden. Die Tiere können sich außerdem explosionsartig vermehren. Ratten sind bereits nach 3 Monaten geschlechtsreif. Ausgewachsene Ratten haben wir vier bis sechs Würfe im Jahr. Hierbei bringen sie circa 9 Jungtiere auf die Welt.

Worauf wird bei einer Rattenbekämpfung geachtet?

Ratten sind intelligente Tiere und können sich in Schlupflöchern verstecken, die höchstens eine Größe von zwei Zentimetern aufweisen. Mit speziellen Ködern lockt der Kammerjäger die kleinen Schädlinge an. Durch Fraßköder sollen sie ausgeschaltet werden. Hierbei wird der Fachmann darauf achten, dass die Ratten nicht direkt vor der Falle verenden. Ansonsten wären andere Ratten gewarnt. Viele Gifte haben eine blutgerinnungshemmende Wirkung. Die Tiere sterben erst nach einigen Tagen.

Wer sollte einen Kammerjäger beauftragen?

Ein Kammerjäger sollte in gewerblichen und privaten Bereichen beauftragt werden, wenn vermehrt Schädlinge aufgetaucht sind. Besonders bei einer Rattenplage sollte darauf geachtet werden, dass der Kammerjäger über einen Sachkundenachweis verfügt. Viele Fachleuten verwenden Falle, Gele und Köderdosen. Zusätzlich findet eine umfassende Beratung statt. Bei diesem Gespräch werden auch alle Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen besprochen, die für die Bekämpfung von Ratten notwendig sind. Schädlingsbekämpfer ist seit August 2004 ein Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Wochen und beinhaltet eine Prüfung. Beim Beruf des Kammerjägers kommt es vor auf die Erfahrung und Zuverlässigkeit an. Wer auf der Suche nach einem Kammerjäger ist, sollte darauf achten, dass der Betrieb über die Industrie- und Handelskammer zertifiziert wurde. Für den Einsatz in der Lebensmittelbranche muss der Schädlingsbekämpfer sich an die HACCP-Richtlinien halten.